10. – 12. Schuljahr

Wolfgang Fraedrich

50 Jahre Mondlandung

Die Mondmissionen und ihre Erkenntnisse über die Entstehung des Mondes

20. Juli 1969, 20:17 UTC (21:17 MEZ, 14:17 USA Central Time): Neil A. Armstrong hat nach kurzer kritischer Phase im Landeanflug das Landemodul (lunar excursion module, LEM) „Eagle der Apollo-11-Mission sicher im Mare Tranquillitatis gelandet, exakt auf den Mondkoordinaten 0.67408 °N/23.47297 °E. Die USA hatten den Wettlauf zum Mond gewonnen. Gut sechs Stunden später, um 2:56 UTC (3:56 MEZ, 20:56 USA Central Time), setzt Armstrong seinen Fuß auf den Mond und spricht den legendären Satz: „Thats one small step for (a) man, one giant leap for mankind. 20 Minuten danach hatte auch sein Kollege Edwin E. („Buzz) Aldrin die Landefähre verlassen. Fast 600 Millionen Menschen in aller Welt sind Zeugen dieses Ereignisses. Doch bis dahin war es ein langer Weg.

Sachanalyse
Zunächst waren es die USA und die Sowjetunion, die zahlreiche unbemannte Missionen starteten, die erste bereits im August 1958 mit Pioneer 0, eine Raumsonde der US Air Force. Eine genaue Aufstellung sämtlicher Mondmissionen in ihrer zeitlichen Abfolge ist im Online-Lexikon Wikipedia unter der URL https://de.wikipedia.org/wiki/Chronologie_der_Mondmissionen zu finden.
In den 1960er-Jahren dominierte zunächst die Sowjetunion mit zahlreichen Luna-Missionen, bevor die NASA mit ihren Surveyor-Missionen Erfolg hatte: Surveyor 1 landete am 2. Juni 1966 weich auf dem Mond. Ein Jahr später ging es im Hinblick auf die Landung von Menschen auf dem Mond in die Zielgeraden.
Der Wettlauf zum Mond das Apollo-Programm
Es wurde immer wieder darüber diskutiert, ob die Milliardeninvestitionen in das Apollo-Programm gerechtfertigt gewesen seien, zu gering sei der wissenschaftliche Ertrag. Doch das ehrgeizige Programm wurde zunächst vor allem durch den „Wettlauf zum Mond zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion geschürt, der in der Zeit des „Kalten Krieges von beiden Seiten unerbittlich geführt wurde.
Die Sowjetunion hatte den ersten Satelliten ins All entsendet (Sputnik 1 am 4. Oktober 1957, „Sputnik-Schock) und mit Juri Gagarin am 12. April 1961 den ersten Menschen in einen Orbit um die Erde geschickt („Der zweite Schock). Am 25. Mai 1961 gab daraufhin der damalige US-Präsident John F. Kennedy das Ziel aus, noch im Laufe der 1960er-Jahre Menschen zum Mond zu schicken und sie gesund auf die Erde zurückzubringen. Dafür wurde von der NASA (National Aeronautics and Space Administration) ein entsprechendes Konzept entwickelt und – trotz einiger Rückschläge Schritt für Schritt erfolgreich umgesetzt. Erstmals startete im Dezember 1968 eine Apollo-Crew (Apollo 8) in Richtung Mond, umrundete ihn und kehrte erfolgreich zurück. Mit den Missionen Apollo 9 (März 1969) und 10 (Mai 1969) wurde die Mondlandefähre unter realen Bedingungen getestet, bei Apollo 9 im Erdorbit, bei Apollo 10 im Mondorbit. Schließlich betraten die Apollo-11-Astronauten den Mond. Die USA hatte den Wettlauf gewonnen.
Die Apollo-11-Astronauten hatten dem Mond nur einen „Kurzbesuch abgestattet, schon nach 21 Stunden und 36 Minuten hob die Mondlandefähre „Eagle wieder ab. Im Verlauf des 2 Stunden und 31 Minuten dauernden Aufenthalts außerhalb des Landemoduls installierten die beiden Astronauten nicht nur die US-amerikanische Flagge, sondern auch verschiedene Messgeräte. Außerdem sammelten sie insgesamt 21,6 kg Mondgestein ein.
Die Apollo-11-Mission endete erfolgreich mit der Landung im Pazifik am 24. Juli 1969, 16:50 UTC (17:50 MEZ, 10:50 USA Central Time). Sie war der Auftakt zu einer Reihe von bemannten Mondlandungen, in deren Verlauf wissenschaftliche Felduntersuchungen zunehmend an Bedeutung gewannen. Doch erst während der letzten Mission, Apollo 17 (7. –19. Dezember 1972), arbeitete mit Harrison H. („Jack) Schmitt erstmals ein Geologe als Wissenschaftsastronaut auf dem Mond.
Schon im September 1970 stand fest, dass drei weitere geplante Missionen, die jeweils...

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